Feedback geben: Wie du dein Team auch in kritischen Phasen motiviert hältst

Beim agilen Arbeiten geht es darum, die Art und Weise, wie wir miteinander Arbeiten, neu zu denken. Wir sind der Überzeugung, dass eine offene und positive Feedbackkultur wichtig ist, um das Team auch in kritischen Phasen motiviert zu halten.

In diesem Artikel erfährst du, wie sich die Denkweise der Gewaltfreien Kommunikation (GfK) auf konstruktives Feedback anwenden lässt.

 

Gewaltfreies Feedback?

Das Modell der gewaltfreien Kommunikation ist eine beliebte Methode, die dabei unterstützt Botschaften klar, verständlich, einfühlsam und vor allem ohne versteckte Vorwürfe zu vermitteln, um eine positive (Arbeits-)Beziehung zu schaffen. Für ein konstruktives Feedback bedarf es eine Atmosphäre, in der sich alle Teammitglieder gesehen fühlen und Vertrauen aufbauen können. Die Gewaltfreie Kommunikation wurde von Marshall B. Rosenberg entwickelt. Sie basiert auf Empathie, Verständnis und Wertschätzung anstatt auf Urteilen und Kritik.

3 Gründe, warum du GfK trainieren solltest:

Kollegiale Teamkultur fördern: Durch konstruktives Feedback schaffst du eine Atmosphäre, in der sich deine Teammitglieder gesehen fühlen und dadurch motiviert sind, ihr Bestes zu geben.

Kritische Phasen meistern: Gewaltfreie Kommunikation ist ein Instrument, welches dir hilft, dein Team emphatisch durch schwierige Zeiten zu begleiten, Hindernisse zu überwinden und gemeinsam Erfolge zu feiern.

Effektive Kommunikation stärken: Deine kommunikativen Fähigkeiten werden verbessert. Du kannst aus der Ich-Persepktive Gefühle und Bedürfnisse eloquent und spezifisch vermitteln.

 

In 5 Schritten konstruktives Feedback geben

 

1. Reflexion: Frage dich, was deine Intention des Feedbacks ist und ob du die Zustimmung und Offenheit der anderen Person hast, um Feedback zu geben: Welche Ziele und Absichten verfolgst du, wenn du Feedback gibst? Ist gerade der richtige Moment, Feedback zu geben? Geht es dir darum, Recht zu haben oder deinen Gegenüber von deiner Perspektive zu überzeugen? Oder möchtest du eine persönliche Empfindung ausdrücken und mitteilen, um dein Gegenüber die Chance zu geben, in Zukunft etwas anders zu tun, das sich positiv auf deine Situation auswirkt?

 

2. Beobachtung: Beschreibe ohne Interpretationen oder Bewertungen, was du wahrnimmst: Welches Verhalten hast du beobachtet? 

  • Beispiel: Mir ist aufgefallen, dass du heute 15 min nach der vereinbarten Zeit zu unserem Meeting gekommen bist.
 

3. Wirkung: Benenne deine Gefühle: Wie hat sich diese Situation auf dich ausgewirkt? Was hat es mit dir gemacht?

  • Beispiel: Das hat in mir Ungeduld und Frustration ausgelöst. 
 

4. persönliches Bedürfnis: Formuliere deine Bedürfnisse. Fokussiere dich dabei auf das, was dir persönlich wichtig ist: Welche Bedürfnisse waren in dieser Situation nicht erfüllt? 

  • Beispiel: Mir ist es wichtig, dass ich meine Zeit gut nutze, damit ich alle Aufgaben erledige, die ich mir vornehme. Dabei hilft es mir, abschätzen zu können, wieviel Zeit kurzfristig zur Verfügung steht, um eine passende Aufgabe auswählen zu können. [Effizienz, Klarheit] 
 

5. Wünsche für die Zukunft: Erläutere, was du dir für die Zukunft wünschst: Was wünschst du dir von deinem Gegenüber? Was möchtest du dieser Person mitgeben? Überprüfe auch hier die Haltung: Bist du okay damit, wenn dein Wunsch abgelehnt wird? Wenn nicht, ist es kein Wunsch, sondern womöglich eine Forderung.

  • Beispiel: Wäre es für dich möglich, dass du mir beim nächsten Mal kurz Bescheid gibst, um wie viele Minuten du dich voraussichtlich verspätest? Dann kann ich die Zeit nämlich nutzen, um eine andere Aufgabe zu erledigen.   

Übung macht den GfK-Master?

Wie du siehst, liegt dem konstruktiven Feedback nach GfK eine überschaubare Theorie zu Grunde. Aus eigener Erfahrung wissen wir: Die Theorie zu verstehen, bedeutet noch nicht sie erfolgreich und alltagstauglich anwenden zu können. Das braucht Zeit und vor allem Übung! 

In unseren regelmäßigen After-Work-Workshops begleiten wir dich in 90 Minuten dabei, deine kommunikativen Kompetenzen zu verfeinern. Nach einem unserer interaktiven Workshops wirst du anhand eines selbstgewählten Fallbeispiels ausformuliert haben, wie du z.B. als Führungskraft effektives und motivierendes Feedback gibst, das dein Team stärkt und voranbringt. 

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Wenn es deine Aufgabe ist, Menschen zum Erfolg zu führen, und du Potenzial siehst, deine Führungskompetenzen weiterzuentwickeln, könnte unsere »Agile Habit Mastermind« interessant für dich sein. In diesem offenen Format begleiten wir über drei Monate eine kuratierte Gruppe von erfahrenen Führungskräften und „Change Agents“ mit unserem Fach- und Erfahrungswissen.

Ziel ist es, von den Herausforderungen und Best Practises in anderen Unternehmen und Teams zu lernen, während Kompetenzen wie Feedback geben, sichere Räume schaffen und Umgang mit schwierigen Charakteren trainiert werden.

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