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Die KI-Delegationsfalle: Begeisterung ohne Umsetzung

Nimm dir Zeit für das, was Zeit spart.

Begeisterung 100. Umsetzung 0.

Sophie Gacs
Sophie Gacs
Co-Founder & Leadership Coach · The Agile Habit

Herzlich Willkommen zum Champions.Letter!

Heute nehme ich dich mit in den Führungsalltag von Noel.

Noel arbeitet im Trainingsbereich eines großen Konzerns und führt ein Team von acht Leuten. Er nutzt KI selbst, zeigt in Lunch & Learn Sessions, was er gebaut hat und bringt konkrete Use Cases mit.

Die Reaktion: große Augen. „Kannst du uns das geben? Gibt es ein Template?" Alle sofort dabei. Alle haben Bock.

Aber wenn es darum geht, sich selbst mal was zu überlegen, mal wirklich bei null anzufangen – da fällt es allen schwer. Noels O-Ton: „Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, mir fällt ein gutes Beispiel ein, wo mein Team das wirklich mal gemacht hat."

In derselben Division gibt es ein KI-Champion-Team, das extra gegründet wurde, um Use Cases zu finden und zu skalieren. Sie haben eine Community gestartet, Leute eingeladen. Interesse war da. Und als die Frage war – was wollen wir jetzt damit machen, wo fangen wir an? – kam fast nichts. Die meisten nutzen KI zum E-Mails zusammenfassen und Übersetzen. „Wert erzeugen sieht anders aus", sagt Noel enttäuscht.

Noel trackt die Adoption Rates der neuen Tools. Die Zahlen: ernüchternd. Also geht er immer wieder rein, zeigt nochmal, erklärt nochmal: „Warum ist das sinnvoll, was kann man damit machen, ist alles gar nicht so schwer."

Was er von seinem Team hört, kennt wahrscheinlich jede Führungskraft:

„Bevor ich mich jetzt damit beschäftige und versuche zu lernen, wie es funktioniert, mache ich es lieber schnell selbst."


Die Delegationsfalle

Juliane hat da direkt eine Parallele entdeckt: Es ist der gleiche Reflex wie beim Delegieren. Bevor ich jemandem erkläre, was ich brauche, und dann hoffe, dass dabei rauskommt, was ich mir vorstelle – mach ich's lieber selbst. Dann weiß ich wenigstens, dass es richtig ist.

Bei KI ist es genauso. Bevor ich mich reinfuchse, wie ein Agent funktioniert, tippe ich es halt schnell selber.

Und jetzt wird es richtig paradox. Es gibt eine Studie zu HR-Automatisierung – Fachleute wurden gefragt, warum sie Automatisierung noch nicht so nutzen, wie sie könnten. Die häufigste Antwort: keine Zeit.

Das Hauptargument FÜR Automatisierung ist Zeitersparnis. Das Hauptargument dagegen: Zeitmangel.


Wenn das Team schon weiter ist als die Führung

In vielen Teams sind die Mitarbeitenden beim Thema KI schon weiter als ihre Vorgesetzten.

Eine Werkstudentin – AI Native, arbeitet im Studium viel mit KI – bringt im Teammeeting neue Ideen ein, was sich mit KI umsetzen ließe. Die Reaktion von der Teamleitung: „Okay, danke, nächster Tagespunkt."

Das Unternehmen hat eine KI-Strategie, alles aufgesetzt, alles kommuniziert. Aber in den operativen Ebenen ist es einfach nicht angekommen. Keiner hat den Ball aufgenommen. Vermutlich will sich niemand die Blöße geben, selbst nicht zu wissen, wie sie anfangen sollen.

Und das zieht sich durch: Führungskräfte sind so im Tagesgeschäft drin, dass KI immer hinten runterfällt. Der Tag ist voll. Das Gefühl, alles geschafft zu haben, kommt nie. Und um 18 Uhr nochmal Zeit in KI-Experimente investieren? Passiert einfach nicht.

Aber dann stellt sich eine Frage, an der People Leads schwer vorbeikommen: Wie willst du Use Cases erkennen, wenn du selbst noch nie einen gebaut hast? Wie willst du Bedenken einordnen – rechtlich, ethisch, praktisch – wenn du dich selbst nie damit auseinandergesetzt hast? Wie willst du Vorbild sein für etwas, das du selbst nicht lebst?

Noel sagt: „Was wir bräuchten, ist dedicated time. Zeit-Slots, wo du dich wirklich nur mit dem Thema beschäftigst. Aber das passiert nie. Die Hürde, sich erstmal damit zu beschäftigen und da Zeit reinzustecken, ist bei vielen sehr groß."

Noel ist damit nicht allein, wir hören das von KI-Champions quer durch alle Branchen.

Ich glaube, er hat recht. Und ich glaube, dass viele Führungskräfte sich eingestehen dürfen: Wenn ich will, dass mein Team KI wirklich nutzt, muss ich mir selbst den Raum schaffen, KI zu verstehen.

Und dann gilt für dich wie für dein Team dasselbe Prinzip: die nächsten Schritte so klein machen, dass jeder sie greifen kann.

Ob die Delegationsfalle bei Teammitgliedern oder die Frage, wie du dein Team mitnimmst – beides zeigt: KI-Kompetenz aufzubauen ist nicht nur ein technisches Thema. Es ist ein Führungsthema, und klassische Toolschulungen werden dem nicht gerecht.


KI-Weiterbildung ganzheitlich denken

Die meisten KI-Kurse hören bei Tools und Prompting auf. Aber was ist mit den Gesprächen, die du danach führen musst? Mit dem Teamlead, der still blockiert? Mit dem Bereich, der Angst hat, überflüssig zu werden?

Seit Ende 2025 bin ich stolze Dozentin im MBAI® (Master Business with AI) von Leaders of AI für das Modul Leadership und Transformation. 🥳

In 5 knackigen Videos stelle ich reale Cases vor und zeige, wie Thea im Gespräch einen Teamlead, Product Owner und CTO dabei unterstützt, ihre Leute wirklich abzuholen und mitzunehmen.

Falls du Thea noch nicht kennst: Thea ist eine unserer KI-Agenten. Eine Sparringspartnerin, die wir für unsere Kund:innen eingestellt haben. Du beschreibst ihr eine Situation aus deinem Führungsalltag – zum Beispiel ein stilles Team, das alles abnickt und nichts umsetzt, oder eine Person, die blockiert und du weißt nicht warum – und sie hilft dir, das Gespräch vorzubereiten, Perspektiven zu wechseln und die nächsten Schritte zu definieren.

KI kann uns die schwierigen Gespräche nicht abnehmen. Aber sie kann uns helfen, hier schnell besser zu werden. Und vor allem: Grübelzeit zu sparen.

Statt stundenlang darüber nachzudenken, wie du einen Konflikt eskalierst, sprichst du die Situation einmal durch mit Thea.

Den MBAI® haben Juliane und ich übrigens 2025 selbst absolviert und können das Programm aus voller Überzeugung empfehlen. Vor allem, wenn du einen vollen Alltag hast und dir strukturierte Anleitung wünschst, KI für dich zu hebeln. Du lernst self-paced und gehst mit 15 eigenen KI-Agenten (inklusive Thea) plus Hochschulzertifikat raus.

Agenten, wie Thea, sind echte Quick-Wins, um mit KI deine wertvollste Ressource zu schonen: Zeit.

Juliane und ich moderieren im MBAI® Plus zwei Live Sessions zu Leadership und Transformation. Ich freue mich sehr, wenn wir uns dort begegnen!

Hier geht's zum MBAI – mit unserem Link sparst du 10%*

* Den Promo-Erlös investieren wir übrigens gerne in ein gemeinsames Abendessen mit dir, um über unsere Lieblingsthemen wie Change Management zu debattieren.

Wenn du Fragen zum MBAI® hast oder einfach mal Erfahrungen rund um KI-Adoption austauschen möchtest: Buch dir einen Slot mit uns.

Wir sehen uns im nächsten Artikel,

Sophie von The Agile Habit

P.S. Du hast die KI-Basics schon drauf und willst sehen, wie Thea in der Praxis funktioniert? In unseren Webinaren stellen wir sie dir live vor. Aktuelle Termine kündigen wir im Champions.Letter an.

Champions.Letter

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